Alltagstipp: Positiv denken

Graffiti: Junge (Kopf)Bereits in der Antike – rund 400 Jahre v. Chr. – war dem Arzt Hippokrates von Kos  bekannt, dass der menschlich Geist mit dem Hirn und dem Herzen zusammengeht, denn: “Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.”
Deshalb schätze ich u.a. den Wert des positiven Denkens – die Kraft, zuversichtlich zu sein. Man kann das positive Denken in mindestens drei Lebenseinstellungen zusammenfassen.

Zum Beispiel so:

  • “Alles wird gut.”
    Wer so denkt, orientiert sich bereits an der Zukunft und geht im Grundsatz vom erwünschten Verlauf aus – zumindest solange, bis gegenläufige Ereignisse oder Fakten dazu veranlassen, die Ausgangshaltung zu korrigieren. Um diese optimistische Einstellung zu verinnerlichen und zur Gewohnheit zu machen, ist es zum Beispiel nützlich, sich zum Abschluss des Tages zehn Minuten lang eine Denkpause zu nehmen und sich tagträumerisch die Zukunft vorzustellen. Ich mache mir einmal im Monat sogar handschriftliche Notizen dazu.
  • “Was einmal gelingt, gelingt ein zweites Mal.”
    Wer so denkt, orientiert sich an den vorherigen Erfolgen, kommt also aus dem Rückblick zur zuversichtlichen Vorausschau und hält sich u.a. bewusst, wer oder was zu guten Entwicklungen ‘davor’ bereits beigetragen hat – wie und wann. Dadurch verschafft man sich eine Art ‘Schablone’, die auf die Aufgaben des Tages oder der ganzen Woche angepasst werden kann. So bekommt man manchmal auch Hinweise darauf, wo man anfangen kann und woran man erkennt, dass man fertig geworden ist. Außerdem nährt sich daraus das (Selbst-) Vertrauen in die eigenen persönlichen Fähigkeiten.
    Um sich auf diese Haltung zu stützen, ist es zum Beispiel nützlich, gemeinsam zu feiern, wenn Zwischenziele erreicht wurden – und vor allem: wenn sich der endgültige Erfolg einstellt.
  • “Gegensätze schaffen Bewegung.”
    Wer so denkt, orientiert sich am Zusammenhang von Ursache und Wirkung, spielt ‘Wenn-Dann’-Situationen in den Gedanken durch, fasst Fehler als Lern-Chance auf und sieht in einem Schritt zurück keine Niederlage, sondern einen herausfordernden Aufruf, erst mal die ‘Hürde’ zu nehmen, die gerade ansteht.
    Um dieses Denken zu trainieren, ist es zum Beispiel nützlich, sich ganz eigene Ziele zu setzen, sich vorzustellen, welche guten Effekte in Aussicht stehen und mögliche ‘Hürden’ genau zu benennen… u.a., um auszutüfteln, was den Erfolg eventuell hinauszögern könnte.

Zum allergrößten Teil liegen die Wurzeln meiner Zuversicht allerdings in meinem Umfeld. Denn meine Freund_innen und Kolleg_innen geben mir emotionalen Rückhalt – zum Beispiel, um Ideen zu diskutieren und Pläne zu schmieden. Sie motivieren mich, auch, ständig dazuzulernen und mein Wissen mit ihnen zu teilen… so, wie sie ihr Wissen auch gern mit mir teilen mögen.