Alltagstipp: Merkhilfen zu Prinzipien der Kommunikation

Alltagstipp von Jana chantelau für Eltern: Grundprinzipien der KommunikationswissenschaftenIn seinem dreiteiligen Standardwerk “Miteinander reden” beschreibt Prof. Friedemann Schulz von Thun die Psychologie der Kommunikation.
In Anlehnung an die verhaltenswissenschaftlichen Theorien des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz (1903 – 1989) postuliert Schulz von Thun in Band I einige Merksätze, die im Alltagsgeschehen oft ins Hintertreffen geraten. Dazu gehören zum Beispiel diese Erkenntnisse:

  • “Gedacht” ist nicht “gesagt.”
  • “Gesagt” ist nicht “gehört.”
  • “Gehört” ist nicht “verstanden.”
  • “Verstanden” ist nicht “gewollt.”
  • “Gewollt” ist nicht “gekonnt.”
  • “Gekonnt und gewollt” ist nicht “getan.”
  • “Getan” ist nicht “beibehalten.”

 

Um kommunikativ kompetent aufzutreten, nützt auch die Eselsbrücke DEAR von Marsha M. Lieham aus der U.S.-amerikanischen Dialectical Behavioral Therapy (zu Deutsch: Dialektische Verhaltenstherapie bzw. Dialektisch-Behaviorale Therapie). Sie steht wie selbsterklärend für…

  • …Describe (zu Deutsch: ‘beschreiben’)
  • …Express (zu Deutsch: ‘ausdrücken’)
  • …Assert (zu Deutsch: ‘feststellen’)
  • …Reinforce (zu Deutsch: ‘bekräftigen’)

Wer gewohnt ist, frei heraus zu argumentieren, kennt in der Regel auch das Kürzel BAMBUS. Es steht für…

  • B wie: bestätigen, dass etwas ist, wie es ist
  • A wie: anerkennen, dass dies Konsequenzen hat
  • M wie: Mängel einräumen, indem man zum Beispiel die ‘Schwächen’ der Analyse offenlegt
  • B wie: Bereitschaft zum Dialog zeigen, zum Beispiel durch Kompromissfähigkeit
  • U wie: Umdeuten, zum Beispiel, indem man die positiven Prognosen herausstellt
  • S wie: Schlussfolgern, dass zum Beispiel die eigene Position durchaus berechtigt ist

Auch die Merkformel ‘KISS’ ist manchmal nützlich, um die Alltagskommunikation kurzweilig und doch zugewandt zu gestalten. Sie steht für: Keep it short and simple. Zu Deutsch in etwa: ‘Fassen Sie sich kurz und bündig’.