Eltern stärken: mit Empathie und System

Jana Valeska Chantelau

Bei der systemischen Familienarbeit geht es u.a. darum, die Strukturen in der Familie verstehbar zu machen.

Mit einer solchen Bewusstseinshelligkeit können Verständigungen und Veränderungen meist ausgehandelt werden. Und der Dreh- und Angelpunkt liegt oft darin, die Angehörigen individuell zu befähigen, ihre Gefühlsausdrücke auszuloten, anderen zu zeigen und in sozialen Situationen auch mal unterdrücken zu können.

Ich begleite familienbezogene Entwicklungsprozesse zum Beispiel dadurch, dass ich…

  • …einerseits klientenzentrierte Fragetechniken heranziehe,
    andererseits auch selbst Deutungsmöglichkeiten und Assoziationen anbiete
  • …zwischenmenschliche Dynamiken sowohl empathisch als auch distanziert beschreibe – wie von Außen betrachtet. Das ist u.a. relevant, wenn es gilt, innerhalb einer Familie den Perspektivwechsel zu fördern
  • …diskrete und leicht erlernbare Entspannungstechniken vermittle, die stressige Situationen mildern können
    – zum Beispiel innerhalb der Familie oder während des Berufs-, Ausbildungs- oder Schulalltags.

Meine Erfahrung zeigt, dass der Fortschritt gerade mithilfe eines Schulterblicks oft gut begreifbar wird.

So gelingt es zum Beispiel, innerhalb der Familie die eigenen Positionen zu finden, Perspektiven zu erkennen und darauf zugehen zu können. Manchmal braucht man dafür die vorübergehende Unterstützung einer Vertrauensperson wie mir. Denn: Wenn der Impuls sich variabel verändert, wird es oft leichter als bisher, die Richtung zu wechseln… bis sich eine Spur auftut, die die Freude auf die Zukunft eher begünstigt als eintrübt.

Bei Eltern-Trainings ist mir wichtig, dass kein theoretisches Reden den Raum einnimmt, sondern alltagspraktische Herangehensweisen und Tipps vermittelt werden können.

Deshalb berücksichtige ich die individuellen Erfahrungen, Intuitionen und Neigungen jedes Erziehungsberechtigten. Parallel dazu halte ich nach, wie sich was, wann und für wen verändert hat – oder gleichbleibend zeigt.
So beuge ich im Rahmen des jeweiligen Erziehungsstils u.a. einer Fehlerblindheit vor und steuere dazu bei, auf der Eltern-Ebene deckungsnahe Positionen auszuhandeln und Strukturen anzulegen, die gut durchgehalten werden können.

Wenn der innerfamiliäre Druck zurückgeht, kann die Atmosphäre innerhalb einer Familie bereits ein Mehr an Halt, Geborgenheit und Freude geben.

Zudem liegen meine Aufgaben u.a. darin…

  • …therapeutische Unterstützung zu geben – zum Beispiel, wenn es darum geht, psychosomatische Beschwerden von Eltern, Kindern oder Jugendlichen abzumildern oder wenn bis zur fachärztlichen Diagnose mehrmonatige Wartezeiten zu überbrücken sind, etwa bei der Abklärung von Entwicklungsstörungen
  • …mögliche Erkrankungen der Eltern auszugleichen,
    bis ihre Auswirkungen auf das Familiengefüge möglichst gering ausfallen
  • …die Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer individuell zu begleiten
    und ggfs. auch auf entwicklungspsychologische Aspekte einzugehen
  • …bei emotionalen Dysbalancen systematisierte Hilfestellung zu geben – zum Beispiel, wenn es darum geht,
    Bindungs-, Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten heranzubilden, zu stabilisieren und aufrechtzuerhalten
  • …erwachsenen Familienmitgliedern das Modell des Inneren Kindes verständlich zu machen. Denn: Was man als Kind gelernt hat, wirkt oft nach – mehr oder weniger bewusst, selbst in gereiften Menschen.

Jana Chantelau arbeitet mit Kindern, Jugendlichen, ihren Eltern und FamilienBei Fachärzt_innen und/oder Kinder- und Jugendpsycholog_innnen
braucht 
die klinische Diagnostik manchmal einige Monate an Zeit.

Das gilt zum Beispiel bei Verhaltensauffälligkeiten, die ggfs. auf ein Hyperkinetisches Syndrom (HKS, vormals als Aufmerksamkeitsdefizit-und Hyperkinetisches Syndrom/ ADHS bzw. ADS bezeichnet) schließen lassen oder ein Bild aus dem autistischen Formenkreis nahezulegen scheinen. Um den Übergang zu therapeutischen Hilfsmöglichkeiten anzubahnen, vermittle ich u.a. Verhaltenstechniken für die Eltern von Kindern, die eventuell betroffen sind. Zum Beispiel bei Verdacht auf Asperger-Autismus, und auch im Rahmen von lerntherapeutischen Verfahren (etwa beim Verdacht auf HKS, ADS oder ADHS).


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